Donnerstag, 10. September 2009Die Erlöserkirche (Jerusalem)... aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Die Erlöserkirche (engl.: Church of the Redeemer) ist eine deutsche evangelische Kirche in Jerusalem. Geschichte Träger Pastoren und Pröpste Reiseverlauf: 7. TagJerusalem. Gang in die Altstadt durch das Stephantor zur Kreuzfahrerkirche St. Anna und zum Teich Bethesda. Gang entlang der traditionellen Via Dolorosa bis zur Grabeskirche. Besuch der Evangelischen Erlöserkirche. Gottesdienst der Reisegruppe in der Erlöserkirche; anschließend Gespräch mit Propst Dr. Gräbe im Seminarraum des Kreuzganges; danach Turmaufstieg und Kirchenbesichtigung; Besichtigung der Altstadt und Freizeit im arabischen Basar; weiter durch das Jüdische Viertel mit Breiter Mauer und dem römischen Cardo hinüber zum Berg Zion mit dem Abendmahlsaal, dem Davidgrab und der Dormitioabtei der deutschen Benediktiner; weiter zur Klagemauer am Tempelberg, wo sich auf dem Plateau die El-Aksa-Moschee, der Felsendom und das Goldene Tor befinden. Rückfahrt zum Hotel.
Geschrieben von Anja Steinkopf (Redaktion)
um
09:11
Mittwoch, 9. September 2009Marathonlauf zum Berg Horeb
Heute wollen wir vom TAG DER ABSOLUTEN HÖHEPUNKTE berichten.
Es fing mit den Vorbereitungen für den Aufstieg auf den Berg der Zehn Gebote an, die im wesentlichen darin bestanden, dass wir nach einem opulenten Mahl allesamt gegen 21.00 Uhr ins Bett geschickt wurden, insbesondere, weil der Weckdienst Order hatte, uns um 0.30 Uhr zu wecken, damit der Bus gegen 01.00 (in der Frühe) unsere Pilgergruppe zum Parkplatz des Katharinenklosters fahren konnte. Zuverlässig, wie wir Deutschen in Ägypten angesehen werden, ging es tatsächlich zur nachtschlafenden Zeit los (drei Teilnehmer unserer Gruppe hatten der zu erwartenden "Tortur" widerstanden und sich für einen Schon-Vormittag entschieden). Überrascht waren wir von der Menge der Touristen, die den Aufstieg auf den Horeb wagen wollten, um die aufgehende Sonne zu begrüßen. Gegen ein Uhr startete unsere Gruppe guten Mutes vor dem Katharinenkloster. Eine erstaunliche Menge an Reit-Kamelen wartete mit ihren Führern auf zahlende Reiter, die den zu erwartenden Strapazen entgehen wollten. Der Ruf "Camel, Camel" schallte laut durch die Nacht und war bis zum Gipfel unser ständiger Begleiter. ![]() Für uns war das selbstverständlich tabu, denn wir wollten – am "brennenden Busch" vorbei – auf den Spuren Moses wandeln. Bei herrlichem Mondschein (fast noch Vollmond) begleitete uns eine fantastische Felsenlandschaft mit bizarren Skulpturen mehrere Stunden lang. Diese Felsen fanden sich leider auch auf unserer Aufstiegsstrecke und machten die Horeb-Besteigung zu einer alpinen Disziplin. Der Weg wand sich in weitschweifigen Serpentinen, wurde unvorhergesehen schmal und war mit hohen Hindernissen bestückt. Einige "Kletterer" strauchelten oder stürzten, ohne sich (glücklicherweise) schwerwiegend zu verletzen. Es blieb bei der Verstauchung eines Handgelenks mit einem Riss. Der Arm musste später (in einem palästinensischen Krankenhaus in Jerusalem) durch den Nachtdienst geschient werden. Drei Teilnehmer unserer Gruppe "stiegen nach rund halber Aufstiegsstrecke aus", um sich vor weiteren Berg-Gefahren zu schützen; sie warteten auf uns in einer bewirteten Hütte, um mit den Rückkehrern gemeinsam abzusteigen. Nach zweistündigem Aufstieg – wir wähnten uns fast schon am Ziel -überraschte der Fremdenführer mit der Mitteilung, dass nunmehr eine Strecke von 750 Stufen vor uns liegen würde. Nun begann der erste Höhepunkt des Tages, nämlich die bergsteigerische Vorhölle: In einer fast senkrechten Treppenwand ging es dem Gipfel entgegen, noch einmal weitere 1 ½ Stunden lang. Unterbrochen wurde dieser Anstieg von vielen Pausen der Erschöpften, die, infolge der dünnen Luft, Kreislaufbeschwerden, Atemschwierigkeiten und Schwindelgefühle hatten und häufig die Hilfe der, den Abgrund sichernden, Beduinen in Anspruch nehmen mussten. Inwischen leuchtete der Morgenstern am wunderschönen Sternenhimmel und der "Grosse Wagen" stand prächtig vor uns. Gegen 04.30 hatten wir es geschafft: Wir waren oben! Grenzenlose Erleichterung und entspannte Erschöpfung erfüllte die Gruppe. Nun waren wir beim zweiten Highlight dieses Tages. Aus 2300 Metern Höhe beobachteten wir, wie sich am östlichen Himmel der rosarote Streifen mit Morgennebel vermischte und ein unvergleichliches Licht erzeugte. ![]() Unter uns zeichneten sich im beginnenden Tageslicht die überwältigenden Konturen der Wüstengebirgslandschaft ab. Und dann kam sie, DIE SONNE! ![]() Sie hatte es sehr eilig, denn, nachdem erst ein kleines Eckchen zu sehen war, zeigte sich innerhalb weniger Sekunden eine Sichel und dann schließlich die gesamte Scheibe. ![]() Ein Besuch auf dem HOREB (Sinai), ohne an Moses, diesen Mann Gottes zu gedenken und ohne die 10 Gebote zu erwähnen, die von dieser Stelle aus ihren Siegeszug um die Welt nahmen, ist eigentlich unmöglich. So hielt unser Pfarrer, Herr Dr. Weber, eine Bibellesung aus dem 2. Buch Moses und formulierte ein Gebet, das der Situation und dem Ort angemessen war. Sichtlich ergriffen verfolgten unsere moslemischen Bergführer die kleine Andacht, die wir mit dem Kanon "Vom Aufgang der Sonne" (zweistimmig) beendeten. Unsere zahlreichen Zuhörer waren sichtlich beeindruckt. ![]() Unser moslemischer Reiseführer Ashraf, der uns von Kairo aus nach einer sechsstündigen Busfahrt an der israelisch- ägyptischen Grenze in Taba (Nähe Eilat) am Toten Meer in Empfang genommen hatte, rollte auf dem Horeb seinen Pullover aus, beugte sich vor dem Abgrund eines hohen und steilen Felsens wiederholt nieder und betete Gott an. Dies hat wiederum uns berührt und beeindruckt. ![]() ![]() Da wir ja noch ein weiteres Programm vor uns hatten, nahmen wir den dreistündigen Abstieg in Angriff - nicht ohne einen Blick auf das ELIAS- FELD zu werfen. (Der Prophet Elias hatte in einer Zeit, in der viele Israeliten von dem Gott der Väter abwichen und sich stattdessen einer Naturreligion widmeten, in trüber Lage nach einer Stärkung durch einen Engel mit Brot und Wasser in der Kraft dieser Gottesspeise nach einem Gewaltmarsch von 40 Tagen und Nächten vom Norden Palästinas schließlich den Horeb errreicht. Hier fand er den Gott der Väter nicht in aufsehenerregenden Naturerscheinungen wie Sturm, Feuer oder Erdbeben, sondern in einem "sanften Säuseln", in der zarten Berührung durch Gottes Geist.) Geübt durch das Aufstiegstraining, lief es nun bei uns wesentlich besser! Wie "Sieger" aussehen, die ein großes Hindersnis erfolgreich überwunden haben, kann man auf beigefügtem Foto sehen. Die Morgensonne beleuchtet ihre erleichterten Gesichter. ![]() Nachdem wir uns mit den wartenden Gruppenmitgliedern vereinten, trafen wir gegen 8.00 Uhr im Hotel ein, um glücklich und erschöpft ein reichhaltiges und verdientes Frühstück zu uns zu nehmen. Zusammenfassend ist es sicherlich nicht übertrieben, von einem einmaligen und hervorragendem Erlebnis zu sprechen. Auch die tiefe, emotionale Ergriffenheit hat bei uns allen einen unvergesslichen Moment erzeugt. (wrbwkö) Nach der Rückfahrt Richtung Israel gegen 14.00 Uhr Ortszeit und den üblichen langwierigen Passkontrolen führte uns der Weg von Eilat nach Avdat. Wir ließen uns von den geologischen Phänomenen des Ramon-Kraters beeindrucken. Beim Mittagslunch in einem Kibbuz-Imbiss konnten wir uns die Produkte Milch, Käse, Eis und Wurst schmecken lassen und uns von der heutigen Wirtschaftlichkeit des Kibbuz überzeugen. Unsere temperamentvolle Reiseleiterin Verkine erklärte uns bei der Akropolis mit den Wohnhäusern aus nabatäischer und Kirchen aus byzantinischer Zeit das Leben vor 4000 Jahren. Im Wüstenkibbuz Sde Bokar konnten wir die bescheidene Hütte des ersten Ministerpräsidenten Israels, David Ben Gurion (1886-1973), und die einfache Wohnumgebung kennenlernen. Das erklärte Ziel von David Ben Gurion war es, auch nach seiner Tätigkeit als Ministerpräsident des Landes, die Negev- Wüste im Süden Palästinas fruchtbar zu machen und damit für Israel zu nutzen. Wir besuchten auch die Grabstätte Ben Gurions und die seiner Frau Paula. Viele Steinböcke verfolgten unseren Rundgang. Auf dem Gelände sind heute Unversität, Institute und Fachschulen eingerichtet. ![]() Unsere Weiterfahrt endete an diesem Tag in Jerusalem, das wir gegen 21.30 erreichten. Vier Nächte werden wir hier nun in einem Hotel im palästinenschichen Gebiet Jerusalems verbringen, von dem man die Mauer der Altstadt und den Tempelplatz mit dem Felsendom direkt sehen kann. Spannende Tage stehen uns bevor! Reiseverlauf: 6. TagÄgypten/Israel. Vor Sonnenaufgang Aufstieg zum Gipfel des 2.285 m hohen Berges Horeb, wo Moses die Zehn Gebote empfing; danach Besuch des Katharinenklosters, soweit es für Touristen zugelassen ist und es die klösterlichen Bräuche erlauben; anschließend Besuch des Katharinendorfes. Fahrt entlang dem Roten Meer, vorbei an der Pharaoneninsel, nach Taba (ca. 13:00-14:00 Uhr). Einreiseformalität nach Israel. Fahrt durch Eilat und über die Ovda-Straße und durch den Negev nach Mitzpe Ramon; faszinierendes Panorama vom Ramonkrater vom Aussichtspunkt, ein geologisches Phänomen. Weiterfahrt nach Avdat zur Akropolis mit Wohnhäusern aus nabatäischer und Kirchen aus byzantinischer Zeit. Wanderung nach En Avdat mit Abstieg zur Quelle. Fahrt zum Wüstenkibbuz Sde Boker mit Ben Gurions Hütte, Wohnort des ersten Ministerpräsidenten Israels, und nach Jerusalem. Hotelbezug für 4 Nächte in Jerusalem.
Geschrieben von Anja Steinkopf (Redaktion)
um
09:09
Dienstag, 8. September 20095. Reisetag - Fahrt zum Sinai
Von EILAT geht es an die nahe gelegene aegyptisch-israelische Grenze in TABA.
![]() Unsere Reisedokumente scheinen so interessant zu sein, dass sie 4 bis 5 mal kontrolliert werden. Wir wechseln Bus, Fahrer und Guide. Letzterer erzaehlt uns, dass er jeder Gruppe einen Namen gibt. Wir duerfen auf "Habibi" hoeren, uebersetzt "Liebling" oder "Schaetzchen". So werden wir in den naechsten Stunden angeredet. Die Fahrt geht entlang des Roten Meeres in suedlicher Richtung mit Ziel Kloster St. Katharina, vorbei an einer Zitadelle aus dem 12. Jahrhundert, auf einer Insel gelegen, deren Erbauer derselbe ist wie der der Zitadelle in Kairo. Wir erfahren einiges ueber AEGYPTEN. 95 % des Landes sind Berge und Wueste, 5 % machen Niltal und -delta aus. Ohne sie gaebe es kein Aegypten: "Aegypten ist das Geschenk des Nils". Die Sinai-Halbinsel, der asiatische Teil Aegyptens, ist im Norden eben, am Mittelmeer mit Badestrand, im Sueden gebirgig. Davon koennen wir uns jetzt ueberzeugen. Eine eindrucksvolle und abwechslungsreiche Felsenlandschaft begleitet uns zu beiden Seiten der Straße, nachdem wir, vorbei an einer Oase, das Meer hinter uns gelassen haben. ![]() Ein paar schwarze Ziegen und Dromedare beleben das Bild und vereinzelt gruene Bueschel. ![]() Ein großer beschrifteter Stein heisst uns willkommen: "Welcome in Katherine City". Der Ort gilt als heilig fuer Muslime, Juden und Christen. Der Berg werde auch im Koran erwaehnt, berichtet unser muslimischer Guide Ashraf. Hier befindet sich das aelteste Kloster Aegyptens, vielleicht sogar der Welt (meint unser Guide). Im 4. Jahrhundert auf Veranlassung von Helena, der Mutter Kaiser Konstantins, erbaut an der Stelle, wo sich einst der "Brennende Dornbusch" befunden haben soll. Einst war es ein Schutzort fuer Einsiedler, spaeter bis heute Kloster, das Griechen, Russen und Aegypter beherbergt. ![]() ![]() Uns erfuellt ehrfuerchtiges Erstaunen ueber die gewaltige Pracht der griech.-orth. Kirche und die andaechtige Stille. Das Kloster besitzt grosse Schaetze in Form von vielen kostbaren Ikonen in der Kirche, der zweitwichtigsten Sammlung von Manuskripten nach der des Vatikans (sagen die Moenche) und weiteren Kunstwerken im Museum. ![]() In unmittelbarer Nachbarschaft zueinander stehen der christliche Kirchturm mit mehreren Kreuzen und das Minarett der Moschee mit Halbmondsymbol. Heute nacht ist ein Aufstieg zum Berg Horeb geplant, wo Moses die Tafeln mit den 10 Geboten empfing! Reiseverlauf: 5. TagIsrael/Ägypten. Fahrt zur israelisch-ägyptischen Grenze, die bei Taba überquert wird (ca. 9:00 Uhr). Fahrt entlang des Roten Meeres vorbei an roten Granitbergen und bizarren Felsformationen durch die Oase Nuweiba am Westufer des Roten Meeres zum Kloster St. Katharina. Gelegenheit zu einer Wanderung über die Elijas Felder. Abendessen/Übernachtung in einem Gästehaus bei St. Katharina (einfachere Unterkunft).
Geschrieben von Anja Steinkopf (Redaktion)
um
09:05
Montag, 7. September 2009Jericho, Qumran, Masada und Totes Meer
Nach drei Tagen im Kibbuz NES AMMIM begannen wir uns wohl zu fuehlen und mussten nun heute leider schon wieder abreisen.
Im Bus hielten wir wieder mit Pfarrer Dr. Weber eine Morgenandacht anhand der heutigen Tageslosung und mit dem Lied Nr. 452. Wir fuhren durch die galilaeische Huegellandschaft und erreichten zunaechst den Berg TABOR, den Berg der Verklaerung. Dr. Weber wies auf den Zusammenhang von Verklaerung und Leidensankuendigung Jesu hin. ![]() Weiter gelangten wir zur EBENE JESREEL, die zu allen Zeiten ein Kriegsschauplatz war. Heute ist diese Gegend die Kornkammer Israels. Neuerdings wird hier auch Baumwolle angebaut. Auf weite Strecken fuhren wir an der Grenze zu Jordanien entlang (Gebiet der Westbank). Der BERG DER VERSUCHUNG hat uns vor Augen gefuehrt, dass Jesus es ablehnte, vom Satan die Weltherrschaft zu uebernehmen, die ihm am Ende der Zeiten durch Gottes Rat ohnehin zusteht; und das ohne den Leidensweg und die damit verbundene Erloesung der Menschen, die an ihn glauben. Wenige Kilometer weiter erreichten wir die PALMENOASE JERICHO, die sicherlich aelteste Stadt der Welt. Wir besichtigten die Ausgrabungen, die eine fuer das Altertum grosse Stadt erkennen liessen. Die Siedlungsschichten auf dem Tell Jericho reichen bis in die Zeit um 8 000 v.Chr. zurück, sind also inzwischen über 10 000 Jahre alt! ![]() In Jericho weist uns unsere Führerin auf einen Maulbeerbaum hin, der sicher dem ähnlich sieht, auf den der Zöllner Zachäus geklettert war, um Jesus besser zu sehen (Lukas 19, 1-10). Danach kamen wir zum TOTEN MEER und besichtigten als naechstes die Essener-Siedlung Qumran, die im zweiten Jh. v. Chr. gegruendet wurde. Die Essener waren eine Erneuerungsbewegung bzw. eine juedische Sekte, die ihre biblischen Schriftrollen vor einem Zugriff heidnischer Haende bewahren wollte, indem sie diese in Tontoepfen in den Hoehlen versteckte, die 1947 zufaellig entdeckt wurden. ![]() Der Hauptgewinn für die biblische Wissenschaft liegt darin, dass eine in Qumran fast vollständig gefundene Schriftenrolle mit der Botschaft des biblischen Propheten Jesaja im Wesentlichen mit den bis dahin bekannten, viel späteren Abschriften übereinstimmt. Daraus kann man folgern, dass die Bibel, von der wir keine Originalschrift haben, in ihren Abschriften durch die Jahrhunderte gut überliefert worden ist. Das Bad im Toten Meer brachte bei ca. 28 Grad Wassertemperatur nicht die ersehnte Erfrischung, war aber doch fuer uns alle ein Erlebnis der besonderen Art. Wegen unserer langen Fahrt vom Norden bis zum Süden Israels (Eilat) und vieler Besichtigungen zwischendurch konnten wir leider nur oberflaechlich und kurz mit dem Wasser des Toten Meeres Bekanntschaft machen. Nur ein Mitglied der Reisegruppe schaffte es, innerhalb der uns zur Verfuegung stehenden halben Stunde wirklich im Toten Meer zu baden. Und wirklich: Er ging nicht unter, auch ohne Schwimmbewegungen trug das extrem salzhaltige Wasser. Leider nimmt die Größe des Toten Meeres von Jahr zu ab ab, weil die Zuflussquellen See Genezareth und Jordan immer mehr für Trinkwasser, Bewaesserungen und industrielle Vorhaben genutzt werden. ![]() Als den letzten Hoehepunkt dieser Tagesreise erreichten wir die Ruine der Herodes-Festung MASSADA. Sie liegt auf einem hohen, mit fast senkrechten Abhaengen versehenen Tafelberg. Diese Festung konnten die Roemer erst nach einer dreijaehrigen Belagerung einnehmen. Um nicht in die Haende ihrer Feinde zu geraten, waehlten die Aufstaendischen den Freitod. Die Gestaltung und Bauleistung der Festung ist auch aus heutiger Sicht beeindruckend. Nach 600 km Bus- Fahrt kamen wir endlich in EILAT an. Reiseverlauf: 4. TagFahrt entlang dem fruchtbaren Jordantal über Beth Shean, dem Skythopolis, einst größte römisch-byzantinische Stadt im Nahen Osten mit erstaunlichen Ausgrabungen - vorbei am eindrucksvollen Berg der Versuchung - zur Palmenoase Jericho, der wohl ältesten Stadt der Welt. Gang über den Ausgrabungshügel mit Überresten historischer Mauern und Schichten; anschließend zum Toten Meer, dem salzhaltigsten Meer und dem tiefsten Punkt der Erde, 400 m unter dem Meeresspiegel. Besichtigung der Essener-Siedlung in Qumran mit Blick zur Höhle der berühmten alttestamentlichen Schriftrollenfunde und weiter nach Massada zur Herodesfestung. Seilbahn-Auffahrt zum Plateau, dem letzten Widerstandsort der jüdischen Revolte gegen Rom, Besichtigung der Ausgrabungen des Herodes-Palastes mit Lebensmittellagern, Zisternen, Bewässerungsanlagen, der Synagoge und dem Krematorium. Abfahrt zur Badepause am Toten Meer. Fahrt nach Eilat am Roten Meer. Übernachtung in Eilat.
Geschrieben von Anja Steinkopf (Redaktion)
um
09:08
Sonntag, 6. September 2009Safed, Jordan-Quellen, Dan-Wasserfall
Morgens weckte uns eine freundliche Telefonstimme. Frisch gestärkt bestiegen wir den Kleinbus. Kirchenlieder und eine kleine Andacht stimmten uns auf den Tag ein. Unsere Reiseleiterin Verkine erzählte uns ausführlich von der Geschichte des Landes. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Juden aus Europa und Russland nach Galiläa. Juden und Araber respektierten sich und lebten friedlich miteinander. Auch unsere Reiseleiterin hat Vorfahren, die in dieser Zeit, von Armenien kommend, auf der Flucht vor Verfolgung nach Palästina einwanderten. Verkine besitzt die Vollbürgerschaft Israels und bekennt sich zu ihrem christlichen Glauben. Die Briten verwalteten das Land, bis durch David Ben Gurion am 14.5.1948 die Unabhängigkeit ausgerufen wurde.
Unsere Fahrt führt uns zur alten jüdischen Stadt SAFED, eine der vier heiligen Städte aus der Zeit der Kabbala. Safed liegt ganz im Nordosten an der Grenze zum Libanon. Diese Stadt hat bemerkenswert kunstvoll ausgestaltete Synagogen. In keiner Synagoge darf ein Stuhl fehlen, auf dem der erwartete Prophet Elia Platz nehmen kann, wenn er zu Beginn der Heilszeit wiederkehrt, um vieles in Ordnung zu bringen, was inzwischen im Verhältnis zu Gott in Unordnung gekommen ist. Safed besitzt ein Zentrum, das jüdischen jugendlichen Immigranten, die den Zusammenhang, die Wurzeln und Traditionen des jüdischen Zusammenlebens nicht wirklich kennen, damit vertraut macht. ![]() An der Grenze zum Libanon sahen wir in herrlicher Landschaft eine entmilitarisierte Pufferzone und machten mit dem früher schneebedeckten, aber heute schneefreien majestätischen Berg Hermon im Hintergrund ein Gruppenfoto. In BANIAS besuchten wir eine von vielen Religionen nacheinander benutzte Kultstätte vor einer riesigen Felswand. Für uns Christen ist dabei von besonderem Interesse, dass Petrus hier als erster erkannt und bekannt hat, dass Jesus der von den alttesttamentlichen Phropheten Vorausgesagte, mit Gottes Geist gesalbte König der Heilszeit, also der Messias sei (Matthäus 16,13-20). ![]() Von den GOLANHÖHEN aus blickten wir über ein großes entmilitärisiertes, von den Israelis im 6-Tage Krieg erobertes ehemals syrisches Land. In ihm treiben israelische Bauern Landwirtschaft, ohne dort wohnen zu dürfen. Das Gebiet wird von Blauhelm-Soldaten der UN überwacht. ![]() Von den landschaftlichen Schönheiten des Landes sahen wir etwas bei einem der drei Quellflüsse des Jordans, Dan, im Naturschutzgebiet TEL DAN. ![]() Weiter sahen wir außergewöhnliche Ausgrabungsstätten in Gestalt einer alten Stadtfestung mit drei Torbogen und einer Opferstätte aus vorchristlicher Zeit. Vor einem 5000 Jahre alten Tor (Weltkulturerbe der UNESCO) mit ausgegrabenen Gebäuderesten stellten wir uns zu einem Gruppenbild auf. ![]() Reiseverlauf: 3. TagFahrt in Richtung Norden zur alten jüdischen Stadt Safed aus der Zeit der Kabala. Besuch einer askenasischen und einer sephardischen Synagoge. Gang durch das Künstlerviertel. Auf Wunsch Besuch des Bibelmuseums. Weiterfahrt über Hazor, eine der Streitwagenstädte König Salomons, wo Debora und Barak Krieg gegen Sisera (Richter 4, 1ff) führten, und über Kiriat Schmone zum Naturschutzpark Tel Dan. Wanderung vom Tel Dan durch schattige Wälder vorbei an Flussgabelungen. Fahrt zum südlichen Teil Banjas am Fuße des schneebedeckten Berg Hermon mit den größten Wasserfällen Israels. Hier, im einstigen Cäsarea Philippi, hat der Petrus den Jesus als den Messias identifiziert (Matthäus 16, 17 + 18). Kleine Wanderung zum Quellgebiet des Jordanflusses. Weiterfahrt zur Kreuzfahrerfestung Kaha lat Nimrod und auf den Golan zur Rast am See Birket Ram. Rückfahrt vorbei an der früheren syrischen Stadt Kuneitra zurück zum Gästehaus.
Geschrieben von Anja Steinkopf (Redaktion)
um
09:58
« vorherige Seite
(Seite 2 von 3, insgesamt 28 Einträge)
» nächste Seite
|
Kalender
SucheKategorienBlog abonnierenVerwaltung des Blogs |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
